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Woran erkenne ich eigentlich legal erstellte Kopien?

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Foto: Fotolia

Liebes Redaktionsteam!

Über das Thema „Kopieren von Noten“ wurde ja bereits des öfteren berichtet. Ich habe nun folgenden Fall vorliegen: Als freiberuflicher Klavierlehrer betreue ich unter anderem auch einen Schüler des musischen Gymnasiums und helfe ihm bei Unterrichts-, Prüfungs- und Konzertvorbereitungen. Hierfür verwenden wir natürlich hauptsächlich das Unterrichtsmaterial, das der Schüler vom Gymnasium mitbringt. Und dies sind oftmals – Kopien.
Bei einem Gymnasium vermute ich jetzt mal, dass es da einen Gesamtvertrag gibt und diese Kopien legal sind. Darf aber auch ich als „außenstehender“ Lehrer in diesem Fall diese Kopien in meinem Unterricht mit diesem Schüler verwenden? Und darf der Schüler diese Noten dann auch bei meinen Vorspielen verwenden?
Gleiche Frage stellt sich, wenn Kinder mit (legal) kopierten Notenblättern aus dem Musikunterricht der Grundschule zum Klavierunterricht kommen, und diese lernen möchten.
Und was mich auch interessieren würde: Kann man legal kopierte Noten von illegal kopierten Noten unterscheiden – und wenn ja, wie?

Herzlichen Dank und musikalische Grüße,
ein Klavierlehrer aus Bayern

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne beantworten wir die oben stehende Anfrage.

Die Zentralstelle Fotokopieren an Schulen (ZFS) – bestehend aus VG Wort, VG Bild-Kunst und VG Musikedition – hat mit der KMK (Kultusministerkonferenz) einen Gesamtvertrag hinsichtlich des Kopierens an den allgemein bildenden Schulen geschlossen. Einzelheiten zu Umfang etc. finden Sie hier: www.schulbuchkopie.de. Die im Rahmen dieses Vertrages hergestellten Kopien dürfen allerdings nur im Unterricht an den allgemein bildenden Schulen verwendet werden, also nicht im privaten Instrumentalunterricht oder zu Aufführungszwecken.

Für Schüler an kommunalen oder privaten Musikschulen besteht die Möglichkeit, Kopien von Noten in bestimmtem Umfang herzustellen, falls die Musikschulen einen Lizenzvertrag mit der GEMA, die im Auftrag der VG Musikedition das Inkasso übernommen hat, abgeschlossen hat. Die Kosten belaufen sich dabei je nach Verbandszughörigkeit auf etwa 12 Euro pro Schüler und Jahr. Weiterführende Infos: www.vg-musikedition.de/fotokopien_musikschulen_interview_video.php oder www.vg-musikedition.de/fotokopien_musikschulen_video_desktop.php.

Legale Kopien erkennen Sie daran, dass Sie auf Basis einer bestehenden Lizenzvereinbarung erstellt werden. Es ist davon auszugehen, dass Musikschulen, die über eine Lizenzvereinbarung verfügen, dies auch entsprechend kommunizieren.
Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Krauß
Geschäftsführer VG Musikedition
Verwertungsgesellschaft, Kassel
www.vg-musikedition.de