Eine gute Unternehmenswebseite ist im heutigen Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken, das gilt natürlich auch für freie Musikschulen. Angebotene Fächer, Preise, Lehrer, der Standort und vieles mehr müssen aktuell und schnell für potenzielle Kunden und die eigenen Musikschüler bereit gehalten werden. Die Pflege einer Webseite und ihrer Inhalte ist aber nicht immer so einfach zu handhaben. Ein gutes Content-Management-System (CMS) daher unausweichlich.

In diesem Artikel befassen wir uns mit WordPress als CMS und geben Tipps zur Verwendung der richtigen Plugins.

WordPress als CMS

WordPress gehört aktuell zu den beliebtesten und am weitesten verbreiteten Verwaltungssystemen für private und geschäftliche Webseiten. Selbst komplette Onlineshops werden bereits mit WordPress realisiert, das ursprünglich zur einfachen Bedienung von Webblogs entwickelt wurde.

Und genau darin liegen auch die Vorzüge von WordPress. Ohne HTML-Kenntnisse oder anderes technisches Hintergrundwissen kann damit eine Webseite verwaltet werden. Bilder können ausgetauscht, Texte überarbeitet und weitere Unterseiten eingepflegt werden.

WordPress ist eine sogenannte „Open-Source-Lösung“, steht somit jedem frei zur Verfügung und wird regelmäßig mit Updates versorgt und für die neuesten Anforderungen im Internet optimiert. Die Updates können durch wenige Klicks im Anmeldebereich des Webseiteninhabers ausgeführt werden und weitere Zusatzmodule, sogenannte „Plugins“, können im Backend ebenfalls mühelos installiert werden.

Anbei stellen wir Ihnen verschiedene Plugins vor, mit denen die eigene WordPress-Seite noch besser für das Internet gerüstet ist.

Yoast – Das Plugin zur Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Das SEO-Plugin ist eines der besten Tools um wichtige Aspekte der Onpage-Optimierung ganz einfach steuern zu können. So ist es damit ohne Probleme möglich, die sogenannte Meta-Description, was u.a. bei den Google-Treffern ausgespielt wird, selbst einzutragen. Das Plugin zeigt dabei mit einem Ampelsystem an, wie gut die Keyworddichte in den Texten der Webseite ist und schlägt teilweise sogar Verbesserungen vor.

Google XML Sitemaps – Richtige Indexierung bei Google

Wer über eine größere Seitenstruktur verfügt und diese direkt für Google besser auslesbar machen möchte ist mit diesem Plugin bestens bedient. Durch sogenannte Sitemaps ist es für Suchmaschinen um einiges einfacher, die entsprechende Struktur der Website zu erkennen. Somit werden Änderungen an der Seite schneller im Index von Google & Co ausgespielt.

Redirect – Fehlerhafte Verlinkungen vermeiden

Wer alte Inhalte und Seiten auf seiner Webseite löscht, sollte nicht vergessen einen sogenannten „Redirect“ einzurichten, sodass die URL der gelöschten Seite nicht ins Leere (meist einem 404 Fehler) verweist, sondern auf eine andere – am besten thematisch ähnliche- Stelle auf der Seite. Diese Art von Weiterleitung kann man sich wie eine Art Nachsendeantrag vorstellen. Wollen also Nutzer über einen Treffer bei Google die alte Adresse erreichen, werden sie direkt zur neuen Adresse weitergeleitet.

Contact-Form 7 – Kontaktformular

Wer seine Website mit einem Kontaktformular versieht, ermöglicht seinen Besuchern damit schnell und unkompliziert Anfragen zu stellen. Das Conact-Form-Plugin erfüllt hierbei alle wichtigen Funktionen. Die Struktur des Formulars kann individuell erstellt und mit verschiedenen Platzhaltern (E-Mail, Adresse, Rufnummer usw.) bestückt werden.
Jeder Besucher der das Kontaktformular ausfüllt erhält eine automatische Rückmeldung, dass das Formular abgesendet wurde. Der Webseiten-Betreiber erhält alle Infos daraus direkt als E-Mail.

Event-Calendar – Veranstaltungen verwalten

Unterrichtszeiten, Konzerte, u.v.m., lassen sich mit verschiedenen Plugins wunderbar direkt auf der WordPress-Seite einbinden. Diese Kalenderfunktion lässt sich in der Regel nicht nur spielend leicht bedienen, sondern ist außerdem sehr informativ für Ihre Kunden und erspart jedem Musikschulbetreiber das zusätzliche Erstellen eines Veranstaltungskalenders.

UpdraftPlus – Sicherung der eigenen Webseite

Heutzutage laufen Websites in den meisten Fällen stabil und unproblematisch bei den großen und allseits bekannten Hostern. Aber im Ernstfall ist man froh wenn Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden und ein sogenanntes „Backup“, eine Sicherung der Websitedaten, vorhanden ist. Mit dem UpdraftPlus-Plugin ist genau dies möglich und gibt dem Betreiber die Sicherheit, die Website bei einem eventuellen Systemabsturz oder Ähnlichem wieder problemlos reaktivieren zu können.

Mailchimp – Newsletter richtig versenden

Das Versenden von Newslettern ist für Musikschulen, Musiklehrer und andere Kulturschaffende neben den Aktivitäten auf Facebook und Co. sicherlich einer der wichtigsten Kommunikationskanäle. Um so wichtiger ist es, dass die Eintragung in den Newsletter bequem über die Webseite funktionieren kann bzw. dort alle rechtlich relevanten Funktionen wie das „Douple-opt-in“-Verfahren vorhanden sind. Das Mailchimp-Plugin ermöglicht genau das, das Versenden und Gestalten der Newsletter-Mails kann dann entsprechend im eigenen Mailchimp-Account unter www.mailchimp.com durchgeführt werden.

Jeder, der sich im Newsletter über die WordPress-Seite anmeldet, wird gleichzeitig als neuer Kontakt in die Mailling-Liste für den nächsten Newsletter eingefügt. Ein Einbinden von Mailchimp per Plugin in WordPress ist mit wenigen Klicks möglich.

WP Super Cache – Den Pagespeed optimieren

Bei der Auslesung der Webseite und damit auch dem Ranking bei Google wird die Ladezeit der Webseite immer wichtiger. Häufig wird durch zu große Bilder auf der Seite beispielsweise das Laden mit einer schlechten Internetverbindung deutlich langsamer. Die Seite vorher zu „cachen“ bietet sich daher an, wodurch einmal beschaffte und aufbereitete Inhalte der Website zwischengespeichert werden. Dieses Plugin hilft somit dabei, die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website deutlich zu erhöhen.

Sicherheitshinweise im Bezug auf WordPress:

Grundsätzlich ist es ratsam besonders starke, bzw. lange Passwörter zu verwenden. Diese sollten ebenfalls mit Sonderzeichen und Zahlen versehen sein. Dazu eignen sich auch entsprechend einprägsame Sätze wie zum Beispiel: 5Geigenhaben20Saiten!!!

Zusätzlich sollte das WordPress-Backend regelmäßig auf mögliche Updates überprüft werden. Wie auch bei dem Betriebssystem des eigenen Computers gibt es regelmäßig einerseits für Plugins aber auch für das gesamte WordPress-System an sich Updates. Diese schließen mögliche Sicherheitslücken und sind innerhalb von Minuten komplett durchgeführt.

Fazit:

WordPress bietet eine ganze Menge unterschiedlicher Funktionen, die das Gestalten und Verwalten einer eigenen Musikschulwebseite ermöglichen und letztendlich vor allem erleichtern. Hierbei spielen Funktionalität und einfache Bedienung eine ebenso entscheidende Rolle wie Möglichkeiten für ansprechende Designs und strukturierte Oberflächen. Durch effektive WordPress-Webentwicklung, in Verbindung mit gezielten Online-Marketing Strategien wie Suchmaschinenoptimierung, können Musikschulen definitiv ihre Sichtbarkeit im Internet verbessern. Dadurch ist es möglich die Nachfrage von Musik- und Instrumentalunterricht in entsprechenden Regionen zu ermitteln und darauf einzugehen. Infolgedessen können stetig neue Unterrichtsanfragen generiert und die Anzahl von Schülern nachhaltig gesteigert werden.

Eine Musikschule ist grundsätzlich gut damit beraten, sich eine WordPress-Website von erfahrenen Webentwicklern aufsetzen zu lassen und diese im gleichen Zug für die großen Suchmaschinen optimieren zu lassen. Die eigene Energie sollte dabei auf die Erstellung der Inhalte und die Zieldefinition der Marketingaktivitäten gelegt werden. So spart man am Ende Zeit, Kosten und Nerven und befindet sich im Bezug auf alle Funktionalitäten auf der sicheren Seite.

Eine gut strukturierte und technisch einwandfrei eingerichtete WordPress-Website mit einem gut funktionierender Onlinemarketing-Apparat lässt sich dann nach entsprechender Einweisung mühelos in Eigenregie steuern und erweitern.

Webpräsenz und Onlinemarketing

Der Autor Tim Wendhack ist Geschäftsführer bei Kunstklicker.de, einer Webagentur die sich auf Kunden im Kulturbereich spezialisiert hat und für Musikschulen ein guter Ansprechpartner für die Umsetzung ihrer Webauftritte ist. Für den bdfm entwickelt er mit seiner Agentur eine Reihe Webinare zu dem Thema „Webpräsenz und Onlinemarketing“, die 2018 erscheinen sollen.

Für die msi sind Artikel zu folgenden Themen geplant:

  • Adwords – Bezahltes Marketing bei Google richtig angewendet
  • Social Media Marketing – Facebook, Instagram und Co. – was brauche ich für meine Musikschule
  • Auswahl und Erstellung des richtigen Fotomaterials für eine
    Webseite
  • Storytelling im Web
Tim Wendhack
Tim Wendhack hat Geschichte und Musikwissenschaft in Düsseldorf und Würzburg studiert. Nach Stationen in verschiedenen Kulturinstitutionen und dem Online-Notenversand Stretta Music ist er seit 2017 mit der Firma Kunstklicker im Bereich Webentwicklung und Onlinemarketing mit seinem Geschäftspartner Kevin Giesübel tätig. Neben seinem Schwerpunkt des Online-Marketings für Kulturbetriebe betreut Tim Wendhack die Plattform Klangkartei.de, die er 2014 ins Leben gerufen hat.

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