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Algorithmus des DRV-Selbstchecks zur Statusfeststellung offengelegt

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) bietet ein Online-Tool an, mit dem Honorarkräfte und Auftraggeber, wie Musikschulleiter, den Sozialversicherungsstatus einschätzen können. Der Deutsche Bundesverband Informationstechnologie für Selbständige (DBITS) und der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) haben das Tool analysiert und kritisieren es.

Intransparenz und Gewichtung

Die Verbände bemängeln die fehlende Transparenz des Tools. Der zugrunde liegende Algorithmus bleibt unklar. Testläufe zeigen, dass der Check mit einem „negativen Punktekonto“ startet. Nutzer beginnen demnach im Bereich der abhängigen Beschäftigung und müssen durch das Erfüllen von Positivkriterien eine Einordnung als Selbstständige erreichen.

Einseitigkeit des Kriterienkatalogs

Die Analyse des Bewertungsschemas zeigt ein Ungleichgewicht zwischen Negativ- und Positivkriterien:

  • Negativfaktoren:
    Der Check enthält 18 Kriterien, die zu einem Punktabzug führen (bis zu -55 Punkte).
  • Positivfaktoren:
    Demgegenüber stehen lediglich 9 bis 10 Kriterien, die für eine Selbstständigkeit sprechen (maximal +37 Punkte).

Punktevergabe bei den einzelnen Fragen

Wer wissen möchte, wie die DRV die Antworten zu den einzelnen Fragen wertet, kann dies auf den Seiten des VGSD und des DBITS einsehen und den Test risikofrei durchprobieren. Dort sind alle Fragen mit ihren Punkten hinterlegt.

Weitere Informationen finden Sie hier:

DBITS: DRV-Decoded Selbstcheck Erwerbsstatus
VGSD: Selbstcheck Erwerbsstatus

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Frank Korte studierte visuelle Kommunikation und Fotografie. Er arbeitete für Agenturen und diverse Kunden im Bereich Multimedia. Seit Herbst 2015 leitet er die Bundesgeschäftsstelle des bdfm. 2023 übernahm er die Leitung der musikschule intern.

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